Kundenverwirrung beginnt mit der Anwendung von zu vielen Fachbegriffen.

Coaching Fachbegriffe

Es ist sicherlich wichtig, dass Du als Coach eine solide Ausbildung absolviert hast, um Deine Kunden wirklich zu helfen. Für den Kunden sind die vielen Fachbegriffe im ersten Schritt eher verwirrend, denn er/sie weiß vorerst nichts mit den Begriffen „Systemischer Coach“ „Wing-Wave Coach“ „Zürcher Resourcen Modell“, „Heart Math Coach“ , „Business Coach“ und was es sonst noch alles gibt, anzufangen.

Coaching Fachbegriffe auf einer Webseite sind  nicht hilfreich!

Stell Dir vor Du landest auf einer Seite von einem Texter.
Dort steht dann:
“Zertifizierter Autor für missionskritische Produkt- und Supportkompetenz” ergänzt mit folgender Weiterbildung: “Beauftragter für primäre Overdub-Qualitätssicherung” und dann noch „Experte für Open-Source-Synergie“.

Und? Hilft Dir das weiter? Ich glaube kaum!

Fangen wir also mal von vorne an: Coachingbegriffe auf deiner Webseite

Nehmen wir an, Deine Waschmaschine pumpt nicht mehr ab. Dazu suchst Du nun im Internet wie folgt: „Waschmaschine pumpt nicht ab“. Macht Sinn, dass du dann diese Frage eintippst, oder?

Jetzt erscheinen also Hunderte und Tausende Webseiten zu Deiner Suchanfrage. Die erste Seite klickst Du an und dort steht dann:

10 kg Ladevolumen Waschmaschine. Mit MTouch, TwinDos und QuickPowerWash!

Und? Hilft Dir das weiter mit Deinem Problem?

Nein!

Denn dein Problem ist ja, dass deine Waschmaschine nicht abpumpt. Wäre es da nicht viel hilfreicher, wenn stünde:

Deine Waschmaschine pumpt nicht mehr ab? Diese Punkte könnten die Gründe dafür sein!

An diesem Beispiel erkennst du nun sicherlich, was ich meine mit Fachbegriffen.

Ein Kunde landet – vielleicht auch nur zufällig – auf deiner Webseite und dort steht dann: Führungskräfte Coach!

BOING!!

Welches genaue Problem einer Führungskraft löst du?
Hilfst du mehr Selbstvertrauen zu erlangen, unterstützt du die Führungskraft, um leichter Entscheidungen zu treffen oder geht es in deinen Coachings Social Skills zu verbessern? Führungskräfte haben zig verschiedene Anliegen und Schwierigkeiten.

Also nenne sie auch beim Namen. Und zwar ganz genau und treffsicher!!

Dafür kannst du deine Webseite wirkungsvoll einsetzen. Du hast fünf Sekunden Zeit, damit der Besucher erkennen kann, welches Problem du löst. FÜNF SEKUNDEN!!!

Wenn der Besucher sofort erkennt, dass du Experte*in für genau das Problem bist, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass er auf deiner Webseite länger verweilt und sich mit deinem Thema beschäftigt.

Ja, ok! Ein Coaching zu buchen mit nur einem Besuch auf deiner Webseite ist ziemlich unwahrscheinlich.

Allerdings bleibst du in Erinnerung als Experte*in für XYZ während deine Mitanbieter sich weiter im Dschungel mit vielen anderen Coaches vergleichen und dümpeln.

Fachbegriffe sind für Webseiten Besucher nicht relevant.

Ich höre oft in Kundengesprächen Argumente die in etwa so klingen:

  • Meine Kunden wollen aber wissen.
  • welche Coaching Ausbildung ich habe, das präsentiert mich als Experte.
  • die Leute wollen das sehen, das macht mehr Eindruck.
  • die Personaler wollen das ganz genau wissen.

Hör‘ auf damit! Das ist Müll!
Die Ausbildung ist für DICH und nur für DICH! Ohne wüsstest du wahrscheinlich gar nicht, wie du deinen Kunden helfen kannst. Dass ein bisschen Duzi-Duzi nicht hilft, ist allgemein bekannt und wenn du nicht weißt, wie du deinen Kunden unter die Arme greifst, wird sich das sowieso sehr schnell herumsprechen. Glaube mir!

Coaching Fachbegriffe sind wie Rezept Zutaten die keiner kennt

Ach ja! Coaches lieben einfach Zertifizierungen und Weiterbildungen. Je mehr Ausbildungen, desto kompetenter.

Ich weiß nicht. Ich sehe das völlig anders.

Es fängt damit an, dass 90% deiner Webseiten Besucher wirklich nicht wissen was ein „Wing-Wave Coaching Ausbildung“ ist. Klar! Den Begriff haben viele sicherlich schon mal gelesen, weil wieder jemand in den Social Media postet, dass er/sie die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Und die Einzelheiten? Was hilft mir das als Laie, als nicht gut-informierter potenzieller Kunde, als Problem-geplagte Führungskraft?

Webseiten nutzen als Problemlöser ohne Fachbegriffe

Ihr lieben Coaches dort draußen: Eure Arbeit ist so, so wertvoll und wirklich hilfreich für sehr viele Menschen.

Nutzt eure Webseite dafür, zu zeigen wie ihr den Menschen aktiv helft, für welches Problem ihr der bester „Löser“ seid und nennt eure Fachausbildungen und -ausdrücke nur am Rande.

Dann verspreche ich dir, dass ein Besucher länger auf deiner Webseite verweilt und sich für dein Angebot interessiert.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

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