Weißt Du was „decluttering“ ist? 

Das ist ein Trend, der Aufräumen und Organisieren ganz leicht macht. Angesammelte Gegenstände und Plunder können einen leicht erdrücken. Und trotzdem fällt es vielen Menschen schwer sich von unnötigem Ballast zu befreien. Decluttering wird oft mit Minimalismus in Verbindung gebracht. Allerdings…

…wird das häufig falsch gedeutet. Minimalismus bedeutet nicht, alles zu entsorgen. Nein, es geht um den Sinn der Dinge, die man besitzt. Es geht darum, Gegenstände zu besitzen, die einem etwas bedeuten, die einen glücklich machen. Ganz bewusst. Es geht um Qualität, nicht um Quantität. Kurz gesagt: Sortiere alles Unnötige aus und ersetze es durch langlebige, qualitativ hochwertige Stücke.

Declutter mal Deine Webseite

Wenn es um die eigene Webseite geht, kommen viele Unternehmerinnen ins Schwitzen. Das Weniger-ist-mehr-Konzept wird von wenigen Ausnahmen, kaum auf Webseiten angewandt.

Was bedeutet es also, die eigene Webseite mal zu entrümpeln?

Auf einen Punkt gebracht: sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Hier nun acht Anhaltspunkte, die Dir helfen, Deine eigene Webseite mal zu entrümpeln.

1. Farbenfroh – schön, aufmerksam, bunt.

Wie die Überschrift unschwer zu erkennen läßt, handelt es sich bei diesem Punkt  um die Farben auf deiner Webseite. Reduziere deine Seite auf zwei Farben. Achte darauf, dass die Farben in deinem Logo vorhanden sind, um einem allgemeinen CI zu folgen. Gut hervorheben lassen sich z.B. Links, die beim hovern eine Farbe deines Logos anzeigt. Eine andere Option wäre noch, die Menüpunkte farbig darzustellen. Es gibt viele Möglichkeiten farbliche Akzente zu setzen. Wichtig ist wirklich, die Seite nicht mit Farben zu überladen und auf Farben zu achten, die kein Augenkrebs verursachen.

2. Logo – logisch in Wort und Bild

Um es kurzzufassen: Ein Firmenlogo bietet Besuchern deiner Webseite und potenziellen Kunden Orientierung und Information. Aber wieso eigentlich genau und worauf kommt es bei der Logo-Erstellung an? An dieser Stelle muss ich mich jetzt leider ausklinken. Ich bin weder Grafikerin, noch habe ich Kommunikation Design studiert. Ich weiß allerdings, dass es wichtig ist ein Logo auf deiner Webseite zu integrieren. Jedoch ist nicht Logo gleich Logo. Damit der Besucher gleich auf den ersten Blick erkennt, was du machst oder wie du heißt, sollte es sich auf Deiner Seite um ein Logo der Wort + Bildmarke handeln. Nicht zu dominant und auch nicht zu unscheinbar.

3. Fonts – beschränken, abändern, alternieren

Zu viele Schriftarten auf einer Homepage machen die Seite schwer zu lesen, unruhig und chaotisch. Außerdem ist nicht jede Schriftart für eine Webseite geeignet. Ein paar grobe Anhaltspunkte für die Schriftart sind:

  • Sind Umlaute und alle Sonerzeichen vorhanden?
  • Gibt es den Font in unterschiedlichen Schriftschnitten?
  • Ist der Font auf unterschiedlichen Plattformen und Bildschirmen gut zu lesen?
  • Passt der Kerning des Webfonts?
  • Passt die Schrift zum Logo und/oder der Zielgruppe?

Es ist einfacher, die Seite mit nur zwei unterschiedlichen Fonts zu bestücken. Verwende z.B. für die Überschriften eine andere Schriftart als für den Body Text. Und das durchgängig.

4. Text – viel hilft nicht immer viel

Ich werde nicht müde immer wieder aufs Neue zu erwähnen, dass Texte zwar sehr wichtig sind, allerdings ist Text nicht gleich Text. Es ist schon lobenswert, wenn du möglichst viele Informationen auf deine Seite packen möchtest, um die Besucher auch wirklich ausführlich und detailliert aufzuklären und trotzdem bedeutet es nicht, dass die Webseite dann mit Wörtern zugepflastert werden muss. Und mal ganz ehrlich: Die Mehrheit der Besucher interessiert zu aller erst, welches Problem du lösen kannst oder welchen Nutzen der potenzielle Kunde von deinem Angebot hat. Also, kürze deine Texte auf das Wesentliche und wenn du wirklich viel erzählen willst, dann fülle deinen Blog damit.
Übrigens: die am häufigsten aufgerufene Seite einer Homepage ist die „über mich“ Seite.

5. Bild Konzept – die „One-Style“ Methode

Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte. Und weil das so wahr ist, gehören Bilder auf eine Webseite wie die Butter auf das Butterbrot. Maßvoll. Nicht überladend. Die Bilder sollten zum Text passen und alle im gleichen Stil und Farbe gewählt sein. Es muss auch zum Thema der Webseite passen und für den Besucher sofort erkennbar sein, was mit dem Bild dargestellt werden soll. Nochmal zum Einprägen: integriere Bilder an passenden Stellen und versuche Bilder zu wählen, die anders sind. Aussagekräftig, nicht zu plakativ und vor allem nicht schon 100.000 Mal auf anderen Seiten eingefügt.

6. Menü – Zehn-Gänge oder doch lieber nur ein Sechs-Gang-Menü

In dem Wort Navigationsleiste steckt bereits die Bedeutung dieses Wortes drin: Es soll den Besucher durch deine Seite navigieren. Wenn jetzt dein Menü zu viele Punkte enthält, passiert es leicht, dass die Menüführung erstens verwirrend, zweitens zu lang und deshalb in zwei Zeilen dargestellt wird und drittens optisch auch nicht gut ausschaut. Es muss nicht jedes einzelne Angebot mit einem Menü Punkt versehen werden. Hast du zu viele Punkte, die du in deinem Menü unbedingt integriert haben willst, dann überlege doch mal, ob du vielleicht Untermenüs anlegen kannst. Eine andere Option wäre noch die Sidebar mit Links zu den Seiten zu befüllen oder auch der Footer. Hier gilt auch wieder: aufpassen, dass diese Teile der Seite nicht zu sehr zugemüllt werden.

7. Call-to-Action Buttons – reduziert und trotzdem sichtbar

Klar muss der Besucher sofort sehen, wo und wie du zu erreichen bist. Aber mal ganz ehrlich? Diese aufdringlichen Buttons, verteilt 5 Mal auf der Startseite findet kein Besucher attraktiv. Und auch diese Pop-Ups die den Besucher ständig auffordern sich für den Newsletter anzumelden nerven irgendwann. Hinzu kommt noch, dass es von deinem eigentlichen Angebot ablenkt.  Bitte jetzt nicht falsch verstehen: Newsletter Anmeldungen sind sicherlich ein starkes Marketing Instrument und auch ein einfaches Auffinden deiner Kontaktdaten ist absolut hilfreich. Es geht allerdings um das Entrümpeln deiner Webseite. Zu viele Aufforderungen zum Kontaktaufnehmen und zu häufigen aufklappen von Newsletter Anmeldungen verleihen deiner Seite einen unruhigen und leicht reißerischen Eindruck.

8. Über mich – was ich noch zu sagen hätte

Unter Punkt vier erwähne ich bereits, dass die „über mich“ Seite die meist besuchte Seite einer Homepage ist. Viele neigen dann dazu diese Seite zu nutzen, um ausführlich, ausladend und detailliert über die eigenen Fähigkeiten, Qualifikationen und den eigenen Werdegang zu erzählen. Schön. Ein Selbstdarstellungstext mit einer Wortzahl von 600 bis 1000 macht die Seite wieder einmal viel zu überladen und langatmig. Denkst du wirklich, der Besucher interessiert sich für alle Meilensteine deines Lebens? Für jegliche Beweggründe, wie du das geworden bist was du heute machst, für sämtliche berufliche und außerberufliche Fortbildungen und private Erfahrungen? Nein! Wohl kaum! Deshalb überlege dir genau, was für den Besucher von Interesse ist und nicht was du interessant findest. Halte dich an 300 bis 500 Wörter. Reicht auch.

Betrachte Punkt für Punkt auf deiner Webseite und entscheide, ob es dich glücklich macht oder den Besucher. Beginne mit einer unwichtigen Kategorie zuerst und nimm dir die emotionalen Dinge am Ende vor.

Hier nochmal meine besten Aufräum-Tipps für Deine Webseite:

  • Die Dinge gleich anpackenund nicht auf den richtigen Moment zum Decluttering warten.
  • Vor dem großen Aufräumen einen Plan machen und diesen auch zu Papier bringen.
  • Vorher-Nachher-Bilder in Form von Screenshots machen.
  • Erst ausmisten und organisieren, danach andere fragen und die Aufräumaktion objektiv beurteilen lassen.

Also: Machen nicht Abwarten!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.